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von Jared Faißt
am 16.06.2021
Start
Wattens
🇦🇹 Österreich
Ziel
Kiefersfelden
🇩🇪 Deutschland
Strecke
72,73
km

Heute ging es mal ohne Höhenmeter an der Inn entlang Richtung Deutschland. Dennoch fühlte es sich nicht nach einer entspannten Etappe an, denn der Wind fing ab mittags an kräftig uns entgegenzuwehen und so hatten wir doch ganz schön zu knabbern bis wir schließlich die deutsche Grenze erreicht haben. Dort hatten wir einen kleinen Badesee ausfindig gemacht, den wir auf übernachtungstauglichkeit prüfen wollten. Dort angekommen fanden wir diesen malerischen See mit kristallklarem Wasser.

Nach ein wenig Abkühlungsaktivität kam Vincent schließlich mit der Idee zurück, auf dieser Insel aus Kanister mitten im See zu schlafen. Generell wollten wir mal unsere Rackpacks auf ihre Schwimmtauglichkeit prüfen und so wurde aus der Schnapsidee langsam ein Plan. Auf festem Boden stärkten wir uns zuerst noch mit Pasta a la Norma und zur gleichen Zeit kam Andi mit einem seltsamen Gefährt vorbei. Es sieht aus wie ein normales kleine Surfbrett, hat jedoch eine lange vertikale Stange am Heck mit einem flügelartigen Gebilde. Das ganze nennt sich wohl Fliteboard, bzw. Foil Surfing (ich blicke noch nicht ganz durch) und das ganze gibt es wohl entweder mit Antrieb, womit man dann entspannt übers Wasser cruisen kann oder eben ohne Antrieb (wie hier). Um trotzdem vorwärts zu kommen muss man so eine Art Pump-Bewegung mit dem ganzen Körper vollführen. Wie das in etwa aussehen sollte sei hier mal verlinkt:

Ich fragte Andi, ob ich das auch mal ausprobieren darf. Er kam immerhin schon so auf 8-10 Pumps und konnte dabei schon fast wieder zur Insel zurück surfen. So schwer konnte das doch nicht sein. Andi winkte mich auf die Insel und ich versuchte mein Glück. Wie das dann bei mir aussah sieht man hier :-D

Ich bin also noch weit weg davon, diese Sportart zu meistern, aber Spaß macht es auf alle Fälle und gerade so ein Board kombiniert mit Windsurfen oder Kitesurfen stelle ich mir recht cool vor.

Als die Luft schließlich rein war und alle Seebesucher die Heimreise antraten machten wir uns auf den Weg zur Insel. Zu unserem Glück schwamm noch ein herrenloses Surfbrett herum, das wir zur Schlafsachengepäckbeförderung nutzten. An der Insel angekommen machten wir es uns bequem und merkten schnell, dass jede Bewegung ordentlich nachschaukelte. Wir schliefen dennoch schnell ein und am nächsten Morgen wurden wir dann auch früh von der Sonne geweckt.

Es folgte die streckenmäßig längste Etappe der Tour. 107 km am Inn entlang ging es nach Mühldorf. Dort haben wir uns mit meinem alten Freund Luca verabredet, der schon sehr früh seine Unterstützung im Bereich Rosenheim uns angeboten hat. Zu der Zeit war er bei seinem Freund Dennis in Mühldorf und das passte auch für uns hervorragend. Die letzten 4 Tage in der Wildnis produzierten dann doch auch eine Menge Wäsche und eine Dusche ist auch immer gern gesehen. Nach einem langen, heißen und sehr anstrengendem Tag kamen wir schließlich abends an und die Wiedersehensfreude war sehr groß. Wir hatten uns in etwa 6 Jahre nicht mehr gesehen, damals waren wir noch als junge Gletscherpioniere am Piz Buin unterwegs :-D

Archivphoto 2014
Archivphoto 2014

Wir wurden essensmäßig reichlich verwöhnt und schließlich kam mit dem Zug aus seinem Heimatort bei Ulm auch Moritz zu uns! Wir sind ab jetzt also wieder zu dritt auf den Rädern unterwegs. An dieser Stelle nochmal herzlich willkommen!

Die Nacht verbrachten wir auf der großen Dachterasse, bevor es dann am nächste Tag weitergehen wird… an der Inn entlang.

von Jared Faißt
am 15.06.2021
Start
Franzenfeste
🇮🇹 Italien
Ziel
Wattens
🇦🇹 Österreich
Strecke
90,3
km

Die Nacht vorm Brenner war insgesamt sehr erholsam. Ohne Wasserquelle beschlossen wir, das Frühstück und mögliche Duschaktion zu verschieben und direkt loszuradeln. Und so kam es, dass wir sogar vor 8:00 Uhr unterwegs waren, Rekord! Die nächstbeste Bank wurde schließlich nach knappen 10 km angesteuert und wir machten uns breit. Ein Brunnen 200m weiter rundete den Spot hervorragend ab.

Traumhafter Frühstücksspot
Traumhafter Frühstücksspot

Für die morgendliche Dusche verwendeten wir unser

Gepäckstück des Tages: Ortlieb 10L Wassersack + Duschbrause

Eigentlich haben wir diesen Wassersack hauptsächlich nur als zusätzlichen Wasserspeicher gekauft. Als dann aber der zusätzliche Duschbrausenaufsatz beim Check-Out im Onlinestore uns geschickt vorgeschlagen wurde konnten wir nicht widerstehen. Zum Glück, muss man sagen, denn heute hat er uns große Dienste geleistet. Zuerst wurde der Sack gefüllt mit etwa 5° warmem Brunnenwasser aus den Bergen. Während wir frühstückten, ließen wir die Temperatur des Wassers gemächlich steigen. Nach einer Stunde Pause war das Wasser schließlich auf etwa 25°C erwärmt und die Dusche konnte beginnen, herrlich!

Nach der genüsslichen Frühstückspause ging es weiter nach Sterzing. Dahinter begann dann der knackige Anstieg rauf Richtung Brenner, stets begleitet von diesem Monstrum an Konstrukt: der Brenner Autobahn! Wenn man auf dieser Autobahn fährt, lässt sich die Landschaft wirklich sehr genießen, fährt man jedoch drunter und daneben herum, wirkt dieses Gebilde fast surreal zur Landschaft. Als wir mal wieder unter eine der Brücken saßen und pausierten recherchierten wir mal ein wenig zu diesem Brenner Projekt und staunten nicht schlecht, als wir erfuhren, dass bereits an einem Brenner Basis Tunnel für den Zugverkehr gearbeitet wird, der wohl bald längste Eisenbahntunnel weltweit!

Für eine Weile verloren wir die Autobahn auch mal aus den Augen und radelten eine alte Bahnstrecke bergauf, sehr idyllisch! Schließlich erreichten wir den Pass auf knapp 1400m Höhe, der wohl auch höchste Punkt unserer Reise. Etwas verunsichernd lächelnd zwecks Corona Einreiseregeln passierten wir den besetzten Grenzposten und wurden ohne Kontrolle durchgelassen. Damit endet auch ein echt krasses Kapitel dieser Reise: Die Italiendurchquerung ist damit beendet.

Abschließend und als Nachtrag daher nochmal ein Video der Amalfiküste, die definitiv ein landschaftliches Highlight Italiens war.

Auch auf persönlicher Ebene sind wir all den netten Menschen, denen wir begegnen durften sehr dankbar. So oft wurde uns bei der Schlafplatzsuche geholfen, wir wurden mit Lebensmittel beschenkt und auch die vielen jubelnden Rennradfahrer ersetzten energiemäßig mindestens einen Riegel am Tag. Wehmütig, aber in diesem Moment erleichtert, dass der Brennerpass geschafft war, rollten wir nun hinunter Richtung Innsbruck. Einzig der Gegenwind trübte die Freude und so mussten wir doch mehr treten als wir mental drauf eingestellt waren. Schließlich erreichten wir Innsbruck und beschlossen, die Stadt noch zügig an der Inn entlang zu verlassen, um einen Schlafspot zu finden. Die Suche war anfangs recht schwierig, aber schließlich fanden wir recht zufällig diesen im Wald versteckten Bike-Park mit Zugang zur Inn. Der Dreckhügelparkour wurde dann auch direkt mal getestet mit Tourenbikes ;-)

Am Abend wurden wir zwar noch von ein paar Jugendlichen mit Fahrrad besucht, jedoch konnten wir sonst ungestört dank Aldi-Talk 10GB 24h Daten Pass das deutsche Auftaktspiel gegen Frankreich verfolgen. Wir schliefen anschließend fantastisch mit sanftem Flussgeplätscher.

von Vincent Kliem
am 14.06.2021
Start
Kalterer See
🇮🇹 Italien
Ziel
Franzensfeste
🇮🇹 Italien
Strecke
91,51
km

Nach ausgiebigem Frühstück ging es vom Kalterer See über einen wunderschönen, aber knackigen Radweg weiter nach Bozen. Auf dem Schotterweg kassierte Jared seinen zweiten Platten, den wir in Rekordzeit (8:47,13) wechselten. Zufrieden mit unserer Boxenstop-Performance rollten wir hinunter zu Salewa.

Der/die geneigte Leser*in mag sich vielleicht noch an unser Problem mit der gebrochenen Zeltstange erinnern. Nachdem wir bisher erfolglos den Support kontaktiert als auch einen Salewastore aufgesucht hatten, war unsere letzte Hoffnung die Salewa World in Bozen.

Gepäckstück des Tages: Unser Zelt

Insgesamt sind wir wirklich super zufrieden mit unserem Salewa Denali III - Zelt. Es ist schnell aufgebaut, bietet für 3 Personen, die sich gern haben, genug Platz, ist leicht und hat einen fairen Preis. (Wir zahlten etwa 170€).

Flop

Ärgerlich ist aber, dass eine so renommierte Marke wie Salewa keine frei verfügbaren Ersatzteile anbietet. Gerne hätten wir einfach selbst das eine gebrochene Stangenelement gewechselt oder eines als Ersatz mitgenommen. Die Recherche und der Kontakt mit dem Support kosteten auch unnötig Nerven. Leider war auch die erste Begegnung in der Salewa World nicht so vielversprechend: Die Abteilung für Reklamationen öffne erst um 13:30 Uhr und eventuell könne es bis zu zwei Tage dauern. Wir ließen das Gestänge da und suchten uns erst einmal einen Pauseplatz an der Etsch und gönnten uns Pfannkuchen.

Top

Auf einmal ging es dann doch ganz schnell. Noch vor halb 2 erhielt ich einen Anruf, dass das Gestänge bereits repariert war. Zwar kostete die Reparatur 15,50€, wir bekamen aber auch ein Ersatzteil dazu, was sonst nicht zu bekommen ist. Wir sind zumindest wieder sehr optimistisch, dass das Zelt noch lange für sichere und trockene Nächte sorgen wird.

Die erzwungene Rast in der Nähe des Salewastores erregte auch viel Aufmerksamkeit beim Anblick unserer Packesel und den Versuch, Pfannkuchen zu fabrizieren. Viele Radfahrer (von E-Bike-Touren-Fahrer bis Gardasee-München in einem Tag Rennrad-Verrückte war alles dabei) waren neugierig, wohin unsere Reise geht. Dass wir mittlerweile Italien fast durchkreuzt haben, ist auch für uns noch nicht ganz zu fassen. Eine Schweizer Dame war wohl so angetan vom Anblick unserer Pfannkuchen, dass sie mich sogar fragte ob ich Koch sei.

Erleichtert über das reparierte Zelt fuhren wir weiter in Richtung Brixen. Die ersten 20 Kilometer fuhr hauptsächlich ich von vorne, da Jared etwas zu kämpfen hatte. Bei einer Pause lechzte Jared noch nach einer Cola und wir recherchierten, dass der nächste Supermarkt 8km entfernt ist und planten diesen anzusteuern.

Dann passierten nahezu parallel drei Dinge, die so nicht hätten passieren dürfen:

  1. Auf die Frage, ob ich die andere Hälfte vom wertvollen Alnaturariegel haben möchte, verneinte ich, so dass sich Jared den kompletten Riegel gönnte
  2. Mit einer fest verbauten Tretpumpe pumpte Jared seinen morgens gewechselten Schlauch auf knackige 5 bar auf
  3. Jared steckte sich seine Kopfhörer ins Ohr, suchte seinen ABBA-Mix raus und drückte auf Play

Bei Jared brannte jede Sicherung durch. Wie ein Bekloppter jagte er mich mit 25km/h den Fluss rauf(!). Trotz Windschatten hatte ich kaum eine Chance dranzubleiben. Nach gefühlt 10 Minuten erreichten wir den Supermarkt, der die inzwischen von mir(!) sehnlichst erwartete Cola liefern sollte. Jared ballerte dran vorbei. Meine verzweifelten Rufe „JARED, JARED, DER SUPERMARKT!“ verstörten vermutlich das gesamte Tal, blieben aber vom entscheidenden Ohrenpaar ungehört.

In Brixen angekommen hatte der Spuk endlich ein Ende. Völlig ausgelaugt und zitternd setzte ich mich vor den Supermarkt, bewegte mich keinen Zentimeter mehr und rief meine Mama an. Erst die Cola konnte mir wieder etwas Leben einhauchen.

Im Energiesparmodus fuhren wir noch in Richtung Brenner. In diesem absurden Tal bestehend aus alten Bauernhöfen, Autobahn, Stausee und Eisenbahnlinie, fanden wir schließlich einen etwas abgelegenen Spot am Waldran. Ich schlief sofort ein.

von Vincent Kliem
am 13.06.2021
Start
Rovereto
🇮🇹 Italien
Ziel
Kalterer See
🇮🇹 Italien
Strecke
78,34
km

Die Nacht verbrachten Jared und ich an einem großen Rastplatz entlang des Etschradwegs. Obwohl der Spot nicht direkt vom Weg einsichtbar war, entschlossen wir uns kein Zelt aufzubauen, weil der Weg doch stark frequentiert war. Das Schlafen ohne Zelt ist rechtlich unbedenklicher als mit. Es war die erste Nacht ganz ohne Zelt. Da es die letzten Wochen sehr warm war, schliefen wir bisher meist nur wegen der Mücken mit Innenzelt, diese waren aber an der rasant fließenden Etsch kein Problem.

Nach einer fantastisch erholsamen Nacht, wurde ich von Katha und Moritz geweckt, die in der Nähe in ihrem Camperkombi die Nacht verbracht hatten. Frühstück war auch schon angerichtet, was für ein Luxus! Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns etwas wehmütig und radelten zu zweit weiter die Etsch rauf - ein sehr ungewohntes Gefühl.

Nach Wochen in Süd- und Mittelitalien mit schlecht ausgeschilderten und maroden Radwegen (siehe hier), war der Radweg an der Etsch ein absoluter Segen. Wir konnten gut Strecke machen und entschieden uns den Kalterer See anzusteuern. Zur Mittagszeit, in der die Sonne am brachialsten vom Himmel brezelte, fanden wir eine wunderschöne Abkühlung und Erfrischung in einem Dorfbrunnen.

Wir kamen recht früh - man merkt die fehlenden Skatpausen - an einem schönen kleinen Campingplatz direkt am See an. Wir stellten direkt unsere Fahrräder ab und gingen zum angrenzenden Badesteg. Der See war fantastisch.

Am Abend trafen wir noch Moritz aus Hamburg, der mit seinem Fahrrad Richtung Süden unterwegs ist und direkt neben uns sein Zelt aufschlug. Hier kann man seinen Tripp verfolgen. Wir tauschten uns über Erfahrungen und mögliche Routen aus. Moritz hat sich ein ganzes Jahr für die Tour frei genommen und hat wohl noch größere Pläne als wir. Wir fachsimpelten über Kocher, Drohnen (er hat auch eine dabei) und weiteres Equipment.

Nach einer Portion vom altbewährten „Nudeln mit Pesto“ gingen wir zu zweit(!) in unserem Zelt schlafen.

von Vincent & Jared
am 12.06.2021
Start
Torbole
🇮🇹 Italien
Ziel
Rovereto
🇮🇹 Italien
Strecke
23,66
km

Heute mussten wir schweren Herzens Abschied von Katha nehmen. Es haben sich aber auf der Reise statt ‚Katha‘ eher Namen wie Katharino (gesprochen in englisch: Cater + Rhino) und Gravel-Girl durchgesetzt. Ihr zukünftiger Ehemann Moritz kam sie sogar abholen mit dem frisch ausgebauten Ford Combi, den die beiden nach ihrer anstehenden Hochzeit für exzessive Flittermonate nutzen werden. Zu viert verbrachten wir noch einen Abend am Gardasee, sowie einen Abend an einem auserkorenen Schlafspot hinter Rovereto. Den Luxus, der uns durch die eingebaute Kühltruhe sowie der fetten Solarstromversorgung am Auto geboten worden ist, konnten wir anschließend nur mit Neid bewundern. Bei uns heißt es nämlich: Wenn Käse mal gekauft wird muss der auch sofort weg.

Wassertemperatur m Süden noch angenehm warm, im Norden nur für Profis
Wassertemperatur m Süden noch angenehm warm, im Norden nur für Profis

Als wir Katha und Moritz dann endgültig ziehen lassen mussten empfanden wir das Fahren zu zweit anfangs als total merkwürdig. Die gewohnten 3-fachen Scheppergeräusche bei Schlaglöchern waren jetzt nur noch 2-fach und das Weitergeben des Schlaglochwarnsignals (kreisende Hand nach unten zeigend) als mittlerer Fahrer in der 3er Kolonne musste auch wieder austrainiert werden. Als wir schließlich zu zweit mal wieder in einem Café saßen und dieses mal kein Skat spielen konnten, zogen wir einmal Bilanz:

Erstens waren wir vielleicht sogar alle drei etwas überrascht, wie wenig soziale Reibung es in unsere Gruppe so gab. Wir kamen extrem gut für die gegebenen Verhältnisse miteinander aus und hatten unglaublich viel Spaß und schöne Momente zusammen. Auch, dass wir es geschafft haben, zu dritt in einem 2-3 Personen Zelt zu schlafen grenzt an ein Wunder. Eine Sache, die wir gerne gemacht haben, ist, Dinge abzuschätzen und schauen wer am nächsten dran liegt. Sei es die Höhenmeter am Tag, der Einkaufspreis im Supermarkt, oder die Zeit die es braucht bis wohl so ein Riegel verdaut ist. Diesbezüglich wollen wir hier noch die 3 krassesten Fehleinschätzungen preisgeben:

Platz 3: Vincent

Wir waren zu dem Zeitpunkt in Süditalien an der Küstenlinie unterwegs und erahnten am Horizont die nächste Landzunge, die sich ins Meer erstreckte. Vincent (wohl frisch genährt mit Power-Riegeln) gab uns zu wissen, dass wir in einer halben Stunde bereits da sein werden. Pustekuchen! 2 Stunden (reine Fahrzeit!) später waren wir dann überhaupt mal in der Nähe davon…

Platz 2: Jared

Es rollte sich an jenem Tag gemütlich an der Straße entlang und die Sonne brezelte mal ausnahmsweise nicht vom Himmel. Vielleicht lief es daher etwas zu entspannt, denn auf die Frage, wieviel Kilometer wir bis zu der ersten Pause gefahren sind, gab Jared eine 13km Schätzung ab, dabei waren es 31. Eventuell mangelt es da auch an der Sauerstoffversorgung im Hirn, wenn man jede Nacht so eine große Isomatte aufblasen muss…

Platz 1: Katha

Als Sieger dieses Wettbewerbs geht definitiv Katha hervor, die als Einschätzung, wieviele Skatpartien wir wohl bis dato gespielt hätten, eine schlappe 50 angab. Dabei waren es bereits 391 gespielte Partien. Vielleicht hat Katha da so manche ‚Kontra‘ Abfahrten schnell unter den Teppich im Kopf gekehrt…

Apropos Skat!

Hier gilt es, auch noch Bilanz zu ziehen. Insgesamt waren es wohl knapp unter 500 Partien, die gespielt worden sind und es wurde an jedem Tag wieder von neuem gezählt. Dennoch haben wir hier noch die Tageswertungen in einem All-time Score zusammen gezählt (siehe Grafik). Das absolute Highlightspiel im Zug nach Sapri hat Katha ausgeteilt. Dabei bemerkte sie nicht, dass sie sich nur 9 Karten und dem Skat 3 Karten gegeben hatte. Trotzdem reizte sie maßlos und bemerkte ihren Fauxpas erst als sie die drei(!) Luschen(!) im Skat aufnahm. Katha ging inklusive kontra krachend den Bach runter!

Man beachte die rasanten Abfahrten
Man beachte die rasanten Abfahrten
Liebe Katha,

die letzten Wochen mit dir waren wirklich grandios. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit verflogen ist und wie viel wir trotzdem zusammen erlebt haben. Nach ein paar Tagen in Italien haben wir es kaum für möglich gehalten, dass wir überhaupt bis in den Norden kommen und jetzt sind wir zusammen durch den ganzen Stiefel gedüst, unglaublich! Natürlich sind wir auch ein bisschen neidisch auf die schicke Karre und den stabilen Typen, mit dem du direkt ins nächste Abenteuer starten wirst (wir erwarten Fotos!).Wir müssen jetzt erst einmal zu zweit über die Alpen kommen, dabei werden wir dich schmerzlich vermissen!

Durusch, Durusch, 1,2,3!
Jared & Vincent

Liebe*r Leser*in,
Falls Sie am 18. Juni noch nichts vorhaben: Machen Sie sich einen schönen Tag! Es passiert absolut nichts wichtiges an diesem Tag und es gibt nichts zu verpassen, oder Katha?